So gut ist das Essen in hiesigen Schulkantinen

Vor einigen Jahrzehnten kannte man die Schulkantinen nur aus Erzählungen oder wenn ältere Geschwister schon auf der Universität waren. Meistens war es aber so, dass die Kinder in ihrer Butterbrot Dose einige Scheiben Brot hatten, die sie dann über den Tag verteilt zu sich nahmen.

Von Schulkantinen war damals noch keine große Rede. Das änderte sich erst mit den Schulen, die Milchgeld einsammelten, das von den Schülern kam und dazu beitragen sollte, dass die Kinder jeden Tag ihre Milch bekommen würden. Das war so ziemlich der Anfang.

Mittlerweile hat sich nicht nur das geändert. Milchgeld wird immer seltener eingesammelt. Auch die Anzahl der Schulkantinen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Das liegt natürlich auch daran, dass der Schultag nun viel länger dauert als noch vor ca. 20 Jahren. Damals waren ungefähr sechs Stunden das Maximum. Erst langsam wurde der Schultag länger. Mittlerweile gibt es auch die Hausaufgabenbetreuung und die Möglichkeit, dass Kinder in der Schule eine Mahlzeit zu sich nehmen können. Natürlich die Liste der Vorteile dieser Maßnahme ist sehr lang. So müssen sich Eltern nicht um das Mittagessen kümmern und können so andere Dinge erledigen. Auch die Kosten für die Mahlzeiten sinken. Das freut einige Eltern, natürlich vor allem die Eltern, die nicht besonders viel Geld zur Verfügung haben.

Diese Vorteile lesen sich erst einmal ganz gut. Fast schein es so, als würden alle gewinnen. Die Eltern, die Schüler und das eigene Budget. Aber ist das wirklich so?

Ein Starkoch hat vor einigen Jahren die Zustände in den Schulkantinen übel kritisiert. OK, die Kritik richtete sich nicht an die deutschen Schulkantinen, sondern viel mehr an Kantinen außerhalb Europas. Dort werden eben auch andere Standards befolgt. Nichtsdestotrotz kann es sich auch lohnen die heimischen Schulkantinen näher zu betrachten.

Hier sind einige Ideen für ein Schulessen

Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, welches Essen überhaupt ausgegeben wird? Was steht generell auf dem Speiseplan? Sind es die Transfette und oft Fast Food? Oder kann man dort auch Gemüse und Obst und Ballaststoffe entdecken? Darüber hinaus darf auch die Frage gestellt werden, ob und wenn ja inwieweit sich Eltern sicher sein können, dass die Anforderungen erfüllt werden?

Wird tatsächlich für Veganer und Vegetarier anderes Essen ausgegeben als für den normalen Schüler? Oder wird dieser Wunsch eher auf die leichte Schulter genommen?

Das sind nur ein paar Fragen, die man stellen kann und auch stellen sollte. Denn die Kinder sind die Zukunft in diesem Land, wenn sie von jungen Jahren an einige schlechte Essgewohnheiten bekommen, wird es im höheren Alter schwierig werden sich diese wieder abzugewöhnen. Darüber hinaus ist es auch so, dass man viele Krankheiten gar nicht fürchten muss, wenn man sich gesund ernährt. Da kann das „Training“ also gar nicht früh genug beginnen.